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Empfehlung aus dem UberBlogr-Kosmos: Jürgen beschreibt, warum alte Computerspiele tatsächlich besser waren und es vermutlich immer noch sind. Es liegt an den immer irrer gewordenen Blüten der Monetarisierung, bei denen Spiele auch gern als sehr unfertiges Produkt bei den Konsument:innen landen und Vorbereitung, Setup und AddOns zur elenden Qual machen. Dann doch lieber den Emulator starten und Abandonware aus der guten alten Zeit genießen.

Mich hat immer geärgert, dass ich keine einfachen Statuspostings für das Teilen von Links oder Kurzupdates habe. Jetzt habe ich sie - mit Hilfe von ChatGPT und etwas HTML/CSS-Gewürge. Und ich habe es geschafft, mein Zeitzonen-Problem (den Offset bei jedem Post manuell einrechnen zu müssen) zu lösen. Sensationell, oder?

Fast ein Fünftel

Gestern flog ein Bot-Post durch meine Mastodon-Timeline. Dieser Account gibt den Jahresfortschritt in Prozent an. Wir liegen schon wieder bei 19% abgelaufenem Jahr. Wo ist die Zeit hin? Und warum fühlt es sich jedes Mal so erschreckend an, wenn man das realisiert?

Ich habe ein paar Dinge am Blog angepasst, die Menüführung ist entschlackt und der Großteil in den Footer ausgelagert. Dafür musste ich tricksen und eine zusätzliche Partial-Datei erzeugen, jetzt sieht es aber kongruenter aus. Hendrik hatte mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass die Links oben etwas “schwimmen”, das habe ich damit hoffentlich verbessert. Außerdem gibt es jetzt eine /now-Seite, die ich aus einer archivarischen Sicht angelegt habe. Alles so kleine Tweaks, die gar nicht lange dauern - für die ich aber in den letzten Wochen keinen Kopf hatte.

Und sonst so? Leben. Und atmen. Den Kopf nicht verlieren. Liest sich einfach, ist es aber gar nicht. Vermutlich muss ich meine “Das kleine Glück”-Reihe auf Mastodon wiederbeleben. Fürs Gemüt wäre das eine Hilfe.

Wir schaffen das schon

Heute Morgen nervte mich schon wieder ein Umstand, der einen äußeren Ursprung hat, aber uns beeinflusst. Vermutlich hat sich das im Tagesverlauf schon wieder geklärt. Nervig ist das Thema trotzdem. Und mit der ihr eigenen pragmatischen Orientierung sagte die Liebste “Wir schaffen das schon!”. Einen Satz, den sie in solchen Lagen sagt. Der aber auch immer eintritt und offenbart, wie verlässlich ihre Zuversicht ist. Ich bin sehr dankbar, dass sie die Frau ist, mit der ich mein Leben teilen darf.

Blogparade: #blogfragen

Ich erwähne es ja hin und wieder: UberBlogr wächst sehr erfreulich und zeigt, wie Vernetzung auch im offenen Internet möglich ist. Eines der frisch neu “zugezogenen” Mitglieder ist Herr Tommi, der mit einer Blogparade uns alle dazu animierte, unseren Blogging-Habitus zu reflektieren. Finde ich gut, daher mache ich auch mit und stelle mich dem Verhör. 😉

Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
Mein erstes Blog entstand in der Hochphase des Web 2.0, als das Führen eines Blogs en vogue war. Für mich ist Bloggen ein Prozess des lauten Denkens. Gedanken auszuformuliert zu publizieren hilft mir, Strukturen im Denkprozess zu bewahren.

Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Seit Anfang des Jahres nutze ich Hugo. Ich mag Static Site Generators, sie sind leicht und ermöglichen viel Kontrolle.

Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Oh ja, da gab es Einige. Joomla, WordPress und Jekyll.

Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Die Blogposts entstehen lokal, ich schreibe direkt im Editor. Dafür ist das für meine Zwecke völlig überdimensionierte VSCodium mein Vehikel der Wahl. Wenn ein Blogpost etwas länger braucht (Gedanken benötigen manches Mal ihre Zeit), benutze ich Joplin als Zwischenspeicher. Das kommt aber sehr selten vor.

Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
In dem Moment, in dem ich den Editor öffne. Meist gibt es einen Gedankenimpuls und dann entsteht der Text in einem Fluss. Ich schreibe selten besonders lange Texte, daher ist der Zeitraum zwischen Anlegen der Markdown-Datei und der Publizierung nicht unbedingt groß.

Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Recht unmittelbar. Je länger ein Text liegt, desto zweifelhafter finde ich ihn.

Über welche Themen schreibst Du generell?
Über Themen, die mich und mein Umfeld unmittelbar betreffen. Das kann eine persönliche Empfindung sein, genau so kann aber auch die örtliche Nahverkehrssituation Gegenstand eines Posts werden. Das Kriterium ist immer, ob mich das Thema genug “kitzelt” und ob ich dazu etwas zu sagen habe.

Für wen schreibst Du?
In erster Linie ist dieses Blog eine Form von Output für mich. Dinge, die sich nicht in 500 Zeichen auf Mastodon differenzieren lassen, sondern der bewussteren Auseinandersetzung bedürfen. Das macht den Kreis potenzieller Leser:innen vielleicht enger, es gibt sie aber und ich erhalte sehr bestärkendes Feedback von ihnen. Das freut mich sehr, die die Texte ja einer sehr subjektiven Petrischale entstammen. 😉

Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Ein guter Vater liebt seine Kinder alle bedingungslos gleich.

Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Ja, aus verschiedenen Gründen. Am Ende sind das auch immer Aspekte einer persönlichen Entwicklung. Mit Loggbok bin ich sehr zufrieden, auch die Mitgliedschaft bei UberBlogr motiviert mich, am Ball zu bleiben. In der Schlagzahl, die mir gut tut.

Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Neugier und Offenheit für technische Aspekte, das Auge für die kleinen Themen im Alltag (es muss nicht immer der große Leitgedanke sein), Austausch mit anderen Bloggern (UberBlogr ist eine ganz hervorragende Plattform, um ähnlich denkende Menschen zu entdecken) und Geduld mit sich selbst zu haben. Durchhänger sind natürlich, man muss nicht immer etwas zu sagen haben. Bloggt nicht aus Zwang, sondern aus Freude.

Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Pläne bedeuten am Ende immer Festlegung. Für mich funktioniert Bloggen so nicht, es ist ein kreativer Prozess. Das inkludiert für mich nicht nur das Schreiben, sondern auch die technische Basis, das Design und alle anderen Aspekte. Bei mir entstehen solche Veränderungen spontan bzw. aus einer Kulmination von Überlegungen, jetzt doch dieses oder jenes endlich mal zu ändern. Mir ist aktuell Reduktion aufs Wesentliche immer noch sehr wichtig, daher werde ich nur Dinge implementieren, die einer eher minimalistischen Grundidee folgen. Und zwar dann, wenn mich der Hafer sticht.

Vielen Dank Herr Tommi für die Fragen!

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