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Fast forward

Schon ist wieder Donnerstag Abend. Über die Weltlage möchte man gar nicht nachdenken, dabei ist das sehr akut und beängstigend. Diese Gedanken müssen dringlich strukturiert werden.

Samstag lädt die Schwiegermutter zum Essen ins indische Restaurant. Gestern taten wir den ersten Blick in die Speisekarte, erstaunt waren wir über die Vielzahl von Gerichten mit Rosinen als Zutat. Uns war unklar, dass diese Frucht in der indischen Kulinarik eine derartige Rolle spielt. Jedenfalls werden wir vorbereitet sein, wenn es um die Speisenauswahl geht.

Wenn's beim Spam zweimal nicht klingelt

Der Tag begann sehr unterhaltsam mit einer Spam-iMessage, die von einem angekommenen DHL-Paket sprach und mich zum obligatorischen Linkklick aufforderte. Was der Mensch dahinter nicht beachtete, war die Klarmitteilung seiner Mailadresse. Phisher ist halt doch kein Lehrberuf.

Ansonsten ging es in verschiedenen Arbeitsterminen um wichtige Dinge, manchmal überrascht mich das Verve der Leute, mit der sie ihren persönlichen Einsatz verteidigen und nicht merken, dass es um die Sachthemen und nicht um ihre Motivation geht. Sich selber in dem Moment zurück nehmen, zuhören und Leute bestärken, die wesentlichen Dinge zu sehen, ist nicht immer einfach. Am Ende geht es aber immer darum, dass Sachen erledigt werden. Und da sind 80% eben mehr als 40%.

Insgesamt ist die Woche bisher aber noch entspannt, ich kann mich gut priorisieren und die Dinge zeitgerecht regeln. Ein Projekt mehr würde ich aber schon noch vertragen. Das regelt sich sicher aber bald.

Der Kaiser war sauber!

Der Nachteil (oder auch Vorteil) an der Rückkehr in die Arbeitswelt ist ja, dass man das Weltgeschehen manchmal nur sehr verzögert mitbekommt. Wobei ich immer noch nicht verstehe, warum Todesmitteilungen als Eilmeldungen getickert werden müssen. Die Person wird es sich ja kaum anders überlegen. Am Ende geht es ja nur darum, wer die Meldung als Erstes hatte. Modernes Aasgeiertum.

hdGDL

Der Tag beginnt mit einem Hupnkonzert der Bauern auf der Umgehungsstraße. Ich bin zu müde, um mich aufzuregen. Stattdessen nehme ich zur Kenntnis, dass der Kundenbesuch dank der GDL doch nichts wird. Auch dafür fehlt es mir an Elan für einen emotionalen Ausbruch. Seit der Pandemie begegne ich immer öfter publiken Ereignissen mit Gleichgültigkeit. Fühlt sich falsch an, ist es vermutlich auch. Aber ich investiere lieber die Kraft in Ereignisse, die ich beeinflussen kann.

Ansonsten war es ein entspannter erster Arbeitstag, ein paar Gespräche und einige Mails beantworten. Der Abstand tat mir gut, ich fühle mich ausgewogen und habe Lust, was zu bewegen. Der Kalender ist für diese Woche auch gut gefüllt, das ist aber ok. Mir ist es lieber, wenn was los ist und man nicht der Musik mühevoll hinterherlaufen muss, damit etwas passiert.

Back to the function

Mit dem heutigen Tag endet das süße Urlaubsparadies, ab morgen wird wieder beraten. Die Anzahl der aufgelaufenen Todos ist erfreulicherweise übersichtlich, oftmals genügen eine Reaktion und gutes Zureden. Manchmal kann es doch so einfach sein. Mittwoch und Donnerstag steht ein Kundenbesuch in Hessen an. Nachdem ich Mitte November mit Corona zurück kehrte und unschönerweise die Familie mit ansteckte, bin ich dort nicht mehr gewesen.

Tröstlich ist, dass der neue Bürostuhl sehr bequem ist. Nach dem Aufbau saßen am Freitag wir alle drei Probe, der Sohn hätte das Möbelstück gleich gerne für sich reklamiert. Die Nackenstütze ist allerdings für Menschen konstruiert, die nicht von meinem Wuchs sind. So werde ich nur beim zurückgelehnten Sinnieren die Funktion genießen können. Die Stütze für die Lendenwirbel ist allerdings in der höchsten Stufe perfekt.

Für den übrig gebliebenen Raclettekäse hat sich eine sehr erfreuliche Verwendung ergeben, die Liebste macht daraus Grilled Cheese-Sandwiches. Für mich ist das ein reverse-engineered Ofenkäse, was die Sache umso großartiger macht. Man kann nie genug Käse in ein Essen integrieren. Die Liebste war es auch, die mich im Urlaub mit einer Aussage etwas erschrak, im Urlaub spräche ich über ganz andere Dinge, sie möge das sehr. Es muss also 2024 ein Ziel sein, besseren Ausgleich zu finden und zu leben.

Währenddessen zeichnen sich schon erste Rückzugsspuren des Schnees auf, bis Mittwoch wäre mir ein Verschwinden sehr recht, denn ich möchte ungern auf der Geschäftsreise mit dem Zeug konfrontiert sein. Allerdings ist dann auch die Frage, was die GDL machen wird bzw. was deren Mitglieder möglicherweise unter der Woche an Arbeit unterlassen. Nur nicht stressen lassen muss die Devise lauten. Und damit auf in das Arbeitsjahr 2024.

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